Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Glossar

Deutschsprachiges Glossar

I-mode

Ein Dienst, der das Internetsurfen über Handys ermöglicht, ohne dass – wie bei WAP – die Seiten dafür extra umgeschrieben werden müssen.

ICANN

Kurzbezeichnung der "Internet Corporation for Assigned Names and Numbers" in den USA. Die Organisation trifft Entscheidungen über die Grundlagen der Verwaltung von Namen und Adressen im Internet, beschließt technische Standards und koordiniert die Vergabe von Domain-Namen und IP-Adressen. Die ICANN wurde 1998 gegründet und besteht aus Vertretern der Wirtschaft, der Technik, der Wissenschaft und der Nutzer.

Icon

Kleine Bildelemente, die bei graphischen Benutzeroberflächen als Ergänzung bei Dateien eingesetzt werden. Über Icons lassen sich in der Regel auch Programme starten (durch Klick oder Doppelklick mit dem Mauszeiger).

Identitätsdiebstahl

Ein Benutzer identifiziert sich im Internet meistens über eine Kombination aus Identifikations- und Authentisierungsdaten, wie z. B. Benutzername und Passwort oder Bank- oder Kreditkarteninformationen. Verschafft sich ein unberechtigter Dritter Zugang zu solchen Daten, so wird von einem Identitätsdiebstahl gesprochen.

IEEE 802.11x

Weltweit gültige Standards für drahtlose Netzwerke, erarbeitet vom "Institute of Electrical and Electronics Engineers" (IEEE).

Iframe

Abkürzung für Inlineframe. Einfaches Gestaltungsmittel für Webseiten, das es ermöglicht in einem Rahmen (Frame) in einer Webseite beispielsweise eine andere Webseite darzustellen.

Ikonsistenz

Fehler in Dateien oder Dateisystemen. Mit Hilfe mathematischer Verfahren werden Dateien und Dateisysteme auf ihre Unversehrtheit (Konsistenz) untersucht. Wird eine Inkonsistenz festgestellt, kann sie in vielen Fällen durch spezielle Programme wieder behoben werden.

Implementierung

Integration bestimmter Funktionalitäten oder Algorithmen in ein Produkt.

Importieren

Laden von Daten in eine Datei.

Industrial Control System (ICS)

ICS ist ein Oberbegriff für Automatisierungslösungen zur Steuerung technischer Prozesse.

Informationssicherheit

Informationssicherheit hat den Schutz von Informationen als Ziel. Dabei können Informationen sowohl auf Papier, in Rechnern oder auch in Köpfen gespeichert sein. Die Schutzziele oder auch Grundwerte der Informationssicherheit sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Viele Anwender ziehen in ihre Betrachtungen weitere Grundwerte mit ein.

Informationstechnik (IT)

Informationstechnik (IT) umfasst alle technischen Mittel, die der Verarbeitung oder Übertragung von Informationen dienen. Zur Verarbeitung von Informationen gehören Erhebung, Erfassung, Nutzung, Speicherung, Übermittlung, programmgesteuerte Verarbeitung, interne Darstellung und die Ausgabe von Informationen.

Informationstechnisches System

Ein informationstechnisches System (IT-System) ist eine technische Anlage, die der Informationsverarbeitung dient und eine abgeschlossene Funktionseinheit bildet. Typische IT-Systeme sind Server, Clients, Einzelplatzcomputer, Mobiltelefone, Router, Switches und Sicherheitsgateways.

Infrastrukturmodus

Möglichkeit, ein WLAN zu betreiben. Dabei kommunizieren zwei oder mehrere mit einer Funk-LAN-Karte ausgestattete mobile Endgeräte über einen Access Point miteinander.

Injection-Angriffe

Viele Applikationen sind für Injection-Angriffe anfällig, wenn Benutzereingaben nicht ausreichend gefiltert werden. Eine SQL-Injection-Schwachstelle gibt einem Angreifer die Möglichkeit, Datenbankabfragen über eine Applikation so zu manipulieren, dass der für den Angreifer interessante Teil einer Datenbank zurückgegeben wird, anstatt des Teils, der ursprünglich für die Anwendung vorgesehen ist. Unter Umständen können durch SQL-Injection auch Änderungen an den Datenbank-Inhalten vorgenommen oder sogar Programmcode ausgeführt werden.

Inkrementell

Art der Datensicherung. Bei einer inkrementellen Datensicherung werden nur die Daten gesichert, die sich nach der letzten Sicherung geändert haben. Dies hat den Vorteil, dass die Sicherung relativ unaufwändig ist. (vergleiche auch differentiell)

Installieren

Bevor ein Programm oder auch das Betriebssystem auf einem Computer seine Aufgaben erfüllen kann, muss es auf diesem installiert werden. Dazu werden einerseits benötigte Dateien von einem Datenträger auf die Festplatte des Computers kopiert und andererseits auch Konfigurationen vorgenommen, die das Programm an die jeweilige Umgebung (z. B. Vorgaben des Benutzers) anpassen.

Instant-Messaging

Bedeutet "sofortige Nachrichtenübermittlung". Ein Service für Online Chats und das Versenden kurzer Nachrichten. Dabei ist vorab keine Verabredung nötig – die Anwesenheit von Gesprächspartnern wird automatisch signalisiert. Beliebte Messenger sind WhatsApp und Threema.

Interface

Bezeichnet das Bindeglied zwischen zwei verschiedenen Ebenen. Zum Beispiel dient der IEEE 1284-Anschluss als Schnittstelle zwischen dem Computer und dem Drucker oder die grafische Benutzeroberfläche eines Computers (z. B. MS-Windows) als Schnittstelle zwischen der Software und dem Menschen.

Internet

Kurzform von "Interconnected Network" und Bezeichnung für ein weltweites Datennetz, das sich aus vielen kleineren lokalen Netzen zusammensetzt. Das Internet ist aus dem ARPAnet hervorgegangen und basiert auf TCP/IP. Es beinhaltet verschiedene Internetdienste.

Internet Connection-Sharing

Eine Methode, mit der die Verbindung mehrerer Computer mit dem Internet über eine einzige Verbindung und IP-Adresse ermöglicht wird.

Internet Explorer

Browser der Firma Microsoft (andere Browser: Firefox von Mozilla, Opera, Chrome von Google, Safari von Apple)

Internet of Things (IoT)

IoT steht für Internet of Thing. Dies sind im Gegensatz zu "klassischen" IT-Systemen "intelligente" Gegenstände, die zusätzliche "smarte" Funktionen enthalten. IoT-Geräte werden in der Regel an Datennetze angeschlossen, in vielen Fällen drahtlos, und können sogar oft auf das Internet zugreifen und darüber erreicht werden.

Internet-Provider

Dienstanbieter mit verschiedenen Schwerpunkten, z. B. Netzwerk-Provider, der als Mobilfunkprovider, Internet-Service-Provider oder Carrier die Infrastruktur für den Daten- und Sprachtransport bereitstellt, oder Service Provider, der über die Netzwerk-Bereitstellung hinausgehende Dienstleistungen erbringt, beispielsweise den Netzbetrieb einer Organisation oder die Bereitstellung von Sozialen Medien.

Internetdienste

Die bekanntesten Internetdienste sind das World Wide Web (WWW), E-Mail und Usenet.

Intranet

Ein Intranet ist ein internes Netz, das sich unter vollständiger Kontrolle des Netzbetreibers (also der jeweiligen Behörde oder des Unternehmens) befindet. Meist werden Zugriffe aus anderen Netzen (wie dem Internet) durch eine Firewall abgesichert.

IP-Adresse IPv4, IPv6

Weltweit eindeutige Adresse für an das Internet angeschlossene Rechner. Eine IP-Adresse besteht aus vier Byte, die durch Punkte getrennt sind: z. B. 194.95.179.205
Aufgrund des starken Wachstums des Internets und der steigenden Anzahl an Geräten, die das Internet nutzen können (Smartphones, Fernseher, Tablets, etc.), stößt IPv4 jedoch an seine Grenzen. Das neue Internetprotokoll IPv6 bietet wesentlich mehr Adressen, sodass sich dieser Engpass auflösen lässt.

IP-Nummer

Siehe IP-Adresse

IP-Spoofing

Durch das Einfügen einer falschen IP- Absenderadresse [http://www.bsi-fuer-buerger.de/] wird der Besucher eines Internetauftritts getäuscht – er glaubt, sich auf einer anderen Seite zu befinden, als es tatsächlich der Fall ist.

IrDA

Eine Art der Datenübertragung von Daten mittels Infrarotwellen, entwickelt von der Infrared Data Association.

ISDN

Netz, das sowohl zur Übermittlung von Daten als auch von Telefonaten und anderen Kommunikationsdiensten dient. Bei ISDN handelt es sich um einen internationalen Standard. In Deutschland ist ISDN sehr weit verbreitet.

ISDN-Leitung

Leitung im digitalen ISDN-Netz.

ISDN-Router

Ein ISDN-Router dient dazu ein Computer-Netzwerk oder einen Rechner über das ISDN-Netz mit Hilfe des Providers mit dem Internet zu verbinden.

ISP

ISP ist ein Unternehmen , das Internetdienstleistungen wie z. B. Internetzugänge, E-Mail-Accounts, Newsserver, Web-Hosting, Domain-Hosting etc. anbietet.

IT-Sicherheit

IT-Sicherheit bezeichnet einen Zustand, in dem die Risiken, die beim Einsatz von Informationstechnik aufgrund von Bedrohungen und Schwachstellen vorhanden sind, durch angemessene Maßnahmen auf ein tragbares Maß reduziert sind. IT-Sicherheit ist also der Zustand, in dem Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen und Informationstechnik durch angemessene Maßnahmen geschützt sind.

IT-Sicherheitsgesetz

Durch das "Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz - IT-SiG)" werden insesondere Regelungen zum Schutz der IT-Sicherheit Kritischer Infrastrukturen getroffen. Das IT-Sicherheitsgesetz ist ein Artikelgesetz, das neben dem BSI-Gesetz auch das Energiewirtschaftsgesetz, das Telemediengesetz, das Telekommunikationsgesetz und weitere Gesetze ändert und ergänzt. Für das BSI bedeuten die Änderungen eine Ausstattung mit neuen Aufgaben und Befugnissen, um etwaigen Defiziten im Bereich der IT-Sicherheit insbesondere auch außerhalb der Bundesverwaltung wirksam zu begegnen. Artikelgesetz bedeutet, dass durch das Gesetz die Änderung anderer Gesetze bestimmt wird, die eigentlichen Regelungen jedoch in den geänderten Gesetzen bestimmt werden.

IT-System

IT-Systeme sind technische Anlagen, die der Informationsverarbeitung dienen und eine abgeschlossene Funktionseinheit bilden. Typische IT-Systeme sind Server, Clients, Einzelplatz-Computer, Mobiltelefone, Router, Switches und Sicherheitsgateways.

iTAN

Ein Verfahren zur Generierung einer TransAktionsNummer (TAN), die beim Abwickeln von Online-Bankgeschäften eingesetzt wird. Nähere Erläuterung unter dem Thema "TAN-Generatoren: Individuelle TAN für jeden Auftrag".