Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Sicher gespielt ist halb gewonnen

Unabhängig davon, ob es um Fantasy-Abenteuer oder der Realität nachempfundene Wettkämpfe geht: Computer- und Onlinespiele üben ihren ganz eigenen Reiz aus, weil man in jede beliebige Rolle schlüpfen kann. Die neuesten Trends, von Virtual Reality Games bis zum Handy-Zocken, locken auch in diesem Jahr wieder mehrere hunderttausend Spielefans nach Köln, wo vom 22. bis 26. August die gamescom ihre Tore öffnet.

Ob mit Freunden an der Konsole, alleine am heimischen PC oder unterwegs mit dem Handy: Video- und Computerspiele sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Laut einer Bitkom-Umfrage aus dem Jahr 2016 teilen diese Begeisterung hierzulande 42 Prozent aller Bürger, die überwiegende Mehrheit (85 Prozent) spielt auf dem Handy. Doch welches Gerät Sie auch nutzen, Sie sollten dabei auf Ihre digitale Sicherheit achten und folgende Spielregeln der IT-Sicherheit beachten.

Die Infografik zeigt fünf Tipps des BSI zu Computerspielen: Spiele-Software nur aus sicheren Shops und Webseiten herunterladen, Zugriffsrechte eingrenzen, Nutzungsbedingungen überprüfen, Benutzerkonto und Administratorkonto trennen, Updates installieren Infografik Spielregeln für Ihre digitale Sicherheit Infografik Spielregeln für Ihre digitale Sicherheit Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Spielregeln für Ihre digitale Sicherheit

Das diesjährige Motto der gamescom ist "einfach zusammen spielen". Doch auch für Onlinespiele gibt es Störenfriede in Form von Schadprogrammen, die beispielsweise Nutzerkonten und dort hinterlegte Zahlungsdaten für Cyber-Kriminelle ausspionieren. Mit ein paar einfachen Spielregeln können sich die Gamer und Gamerinnen gut vor diesen unerwünschten Mitspielern schützen:

  • Bereits bei der Installation ist ein gesundes Misstrauen gegenüber Spiele-Downloads "unbekannter Herkunft" angebracht. Spiele, die nicht aus den offiziellen App-Stores oder nicht direkt vom Hersteller stammen, sollten auch nicht installiert werden.
  • Der zweite Blick bei der Installation gilt den Zugriffsrechten, die eine Spiele-Software einfordert. Hier sollten Sie überprüfen, ob tatsächlich alle Berechtigungen – beispielsweise der Zugriff auf Adressbuch oder Standort auf dem Smartphone – für den Betrieb des Spiels notwendig sind.
  • Nutzerkonten sollten nur bei vertrauenswürdigen Spieleanbietern angelegt und dabei so wenige Daten wie möglich preisgegeben werden. Die Eingabe von persönlichen Daten, speziell Kreditkarteninformationen, sollte immer kritisch hinterfragt werden.
  • Einige Spiele bieten die Möglichkeit, Verbindungen zu Nutzerprofilen in Sozialen Netzwerken, beispielsweise dem Facebook-Account, herzustellen. Diese Funktion sollte möglichst deaktiviert werden. Andernfalls besteht das Risiko, dass sich Angreifer Zugriff auf das entsprechende Profil verschaffen und beispielsweise unbefugt Informationen abgreifen oder manipulieren.
  • Es empfiehlt sich beim Spielen auf dem Computer ein Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten statt mit Administratorenrechten zu verwenden. Sollten Administratorenrechte zum Spielen erforderlich sein, ist es ratsam, ein Gerät zu verwenden, auf dem keine persönlichen Dokumente und Dateien bearbeitet werden. Das Video "Benutzerkonten und Adminrechte" erklärt, warum eine Internetnutzung mit Adminstratorenrechten nur eingeschränkt genutzt werden sollte.
  • Um sich direkt in ein Onlinespiel einzuloggen, sollte das Portal direkt über den Browser aufgerufen werden. Links in E-Mails oder Foren sollte nicht gefolgt werden, da sich hierhinter Phishing-Seiten verbergen können.
  • Generell gilt: Halten Sie Ihre Systeme auf dem aktuellsten Stand. Installieren Sie die letzten Sicherheitsupdates für das Spiel, aber auch für andere Software auf Ihrem Gerät wie dem Betriebssystem. Nutzen Sie ein aktuelles Virenschutzprogramm.

Wir haben noch weitere Tipps und Tricks zur sicheren Nutzung von Apps und Onlinespielen zusammengestellt.