Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Tickets gehören in die Tasche, nicht ins Internet

25. Januar 2017 | Viele Menschen möchten ihre Vorfreude auf den Urlaubsbeginn oder ihren Stolz, ein Ticket für ein begehrtes, schnell ausverkauftes Konzert ergattert zu haben, mit ihren Freunden teilen. Allerdings geben sie in sozialen Netzwerken damit unbeabsichtigt wichtige Informationen preis, die von Kriminellen zu Straftaten missbraucht werden können. Denn Name, Datum und Ort genügen schon, um das Opfer oder seine Bekannten zu schädigen. Daher gilt gerade auch für Fotos mit persönlichen Informationen: Erst denken, dann posten.

Zwei Tickets auf einem aufgeklappten Laptop Quelle: © Sashkin / Fotolia.com

Das Foto des Boardingpasses mit einem Verweis auf den lang ersehnten Urlaub könnte etwa für eine digitale Variante des Enkeltricks missbraucht werden: Kontakten des Opfers wird ein gefälschter Hilferuf geschickt, nach dem der Reisende angeblich bestohlen oder verhaftet wurde und daher schnell einen Bargeldtransfer benötigt. Auch das Konzertticket oder die Bahnkarte lassen den Rückschluss zu, dass eine Person zum auf dem Ticket vermerkten Zeitpunkt nicht zuhause ist und kann so geradezu eine Einladung für Einbrecher darstellen. Verzichten Sie daher darauf, Informationen zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort für jedermann zugänglich ins Internet zu stellen – und denken Sie bei Bildern zweimal nach, welche Rückschlüsse sie erlauben könnten, bevor Sie sie posten.

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