Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Cyber-Gefahren (er)kennen

12. Oktober 2016 | In der zweiten Aktionswoche des European Cyber Security Month (ECSM) dreht sich alles um Gefahren, die im Internet lauern, und wie Nutzer diese erkennen können. Ein wichtiger Faktor für den Schutz vor aktuellen Bedrohungen wie Datendiebstahl und Ransomware, auch Erpressersoftware oder Verschlüsselungstrojaner genannt, sind ein wachsames Auge und ein Bewusstsein für Warnsignale. Internetnutzer, die sich der Risiken bewusst sind und verdächtige Inhalte erkennen können, tragen bereits einen Großteil zu ihrer eigenen Sicherheit bei.

Datenklau im Internet durch Phishing

Beim Phishing versuchen Cyber-Kriminelle, mittels gefälschter E-Mails und Webseiten den Kunden von Unternehmen oder Kreditinstituten Passwörter und Bankdaten zu entlocken. Unter einem Vorwand werden sie dazu verleitet, diese vertraulichen Informationen auf einer gefälschten Webseiten einzugeben, die beispielsweise dem Onlineportal der jeweiligen Bank täuschend echt nachempfunden ist. Die abgefischten Daten können die Täter nutzen, um dann auf ihre Kosten einkaufen oder gar das Konto zu plündern. Die Fälschungen der E-Mails und Webseiten werden immer besser und raffinierter. Das BSI hat deshalb eine Reihe von Tipps zusammengestellt, die dabei helfen, Phishing-Mails oder -Webseiten zu erkennen.
Seriöse und sichere Online-Angebote arbeiten zudem stets mit Zertifikaten und verschlüsselter Datenübertragung. Ein kurzer Erklärfilm veranschaulicht die Merkmale und Funktionsweise dieser Methoden.

Zunahme von Erpresser-Software

Laut Europol-Analyse im September 2016 hat sich Ransomware inzwischen zu einer der größten Gefahren im Internet überhaupt entwickelt. Ransomware verschlüsselt die Daten, die sich auf einem Computer oder Smartphone befinden. Gleichzeitig erhält der Nutzer eine Lösegeldforderung, die zumeist über anonyme digitale Bezahlverfahren zu begleichen ist, damit er wieder Zugang zu seinen Dateien erhält. Einer solchen Forderung sollte der Nutzer nicht nachkommen. Hier finden Sie weitere Empfehlungen, was bei einem Befall mit Ransomware zu tun ist, sowie Maßnahmen, die vor einem Befall schützen.

Botnetze – der eigene Computer als Teil eines kriminellen Netzwerks

Oftmals bleibt der Befall des Computers mit Schadprogrammen vom Nutzer unbemerkt. Gelingt es Cyber-Kriminellen ein Roboterprogramm, einen sogenannten Bot, auf dem Computer zu installieren, kann das eigene Gerät Teil eines Netzwerkes werden. Dieses wird als Werkzeug für Straftaten missbraucht, ohne dass die Nutzer der einzelnen Geräte etwas davon mitbekommen.

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