Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Black Friday und Cyber Monday: Augen auf bei der Online-Schnäppchenjagd

23. November 2016 | Thanksgiving, das jährlich am letzten Donnerstag im November gefeiert wird, steht nicht nur für das amerikanische Familienfest: Am sogenannten "Black Friday", dem Freitag nach dem Fest, und dem darauffolgenden Montag, dem "Cyber Monday", überbieten sich Online-Händler mit Rabatten. Doch die virtuelle Schnäppchenjagd ist auch für Cyber-Kriminelle eine attraktive Gelegenheit. Sie locken Internetnutzer beispielsweise mit besonders günstigen Scheinangeboten auf gefälschte Shoppingseiten, mit dem Ziel Kontodaten auszuspähen, bezahlte Waren gar nicht auszuliefern oder andere Arten des Online-Betrugs durchzuführen. Deshalb gilt es, einen kühlen Kopf trotz heißer Preise zu bewahren und die eigene Sicherheit beim Online-Shopping nicht aus den Augen zu verlieren. Auch wenn ein besonders begehrtes Produkt zu einem konkurrenzlos niedrigen Preis lockt, sollte das Angebot stets mit gesundem Misstrauen bewertet werden. Diese Tipps sollten Anwender für den sicheren Einkauf im Internet beachten.

Vier Personen die mit Tablet und Smartphone einkaufen. Im Vordergrund Checkpunkte woran man denken sollte Quelle: © Rawpixel.com / Fotolia.com

Kaufen Sie nur bei seriösen Händlern

Besonders bei Lockangeboten landen Schnäppchenjäger oftmals bei ihnen zuvor unbekannten Händlern. Um sich vor möglichem Betrug besser zu schützen, sollten sich Internetnutzer vor der Bestellung und vor allem vor der Eingabe von persönlichen Daten und Bezahlinformationen von der Vertrauenswürdigkeit des Anbieters überzeugen. Dabei helfen beispielsweise anerkannte Gütesiegel, aber auch weitere Merkmale, wie eine vollständige Anbieterkennzeichnung.

Achten Sie auf sichere Datenübertragung

Wenn Sie sich für eine Bestellung entscheiden, achten Sie unbedingt auf eine sichere, verschlüsselte Übertragung Ihrer Daten. Sie erkennen diese an verschiedenen Merkmalen, beispielsweise wenn am Anfang der Webadresse im Browser https anstatt http angezeigt wird. Verzichten Sie auf eine Bestellung, wenn Daten nicht verschlüsselt übertragen werden.

Verwenden Sie nur sichere Zahlungsmethoden

Seriöse Händler werden ihren Kunden verschiedene Bezahlwege anbieten, die sich hinsichtlich Komfort und Sicherheit unterscheiden. Eine Zahlung per Vorkasse sollte immer vermieden werden. Wenn Konto- oder Kreditkartendaten direkt an den Händler übermittelt werden, kann ein Risiko für Datendiebstahl und -missbrauch bestehen. Das BSI klärt über die gängigen Bezahlarten im Internet auf und hilft bei der Entscheidung für den richtigen Zahlungsweg.

Folgen Sie nicht unbedacht Links in E-Mails

Rund um die beiden Angebotstage fluten Werbe-E-Mails die Postfächer von Nutzern. Hier heißt es, besonders aufmerksam zu sein und nicht jeden Link, hinter dem sich angeblich ein attraktives Angebot verbirgt, zu öffnen. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Phishing-Mails darunter. Teilweise genügt schon ein Klick auf einen Link, um den Computer mit unerwünschter oder schädlicher Software zu infizieren. Da Phishing-Mails oftmals Fälschungen im Namen bekannter Online-Händler und Bezahlanbieter sind, führen die Links häufig zu authentisch nachgeahmten Webseiten, die auf Datendiebstahl und -missbrauch oder Online-Betrug ausgelegt sind.

Wählen Sie sichere Passwörter

Wenn Sie ein Kundenkonto bei einem Online-Händler anlegen, wählen Sie ein sicheres Passwort, das aus möglichst vielen verschiedenen Zeichen besteht. Cyber-Kriminelle verfügen über Werkzeuge, mit denen sie automatisch zahlreiche Kombinationen ausprobieren können – ein kompliziertes Passwort ist jedoch auch für diese Programme nur schwer zu knacken.

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