Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

WLANs unterwegs sicher nutzen

Wenn Menschen im Sommer ihre Freizeit vermehrt draußen verbringen oder in den Ferien auf Reisen gehen, ist das Smartphone ein ständiger Begleiter. Um das oft limitierte Datenvolumen zu schonen oder Roaming-Gebühren im außereuropäischen Ausland zu vermeiden, greifen viele Reisende gerne auf einen kostenlosen Internetzugang über öffentliche WLANs, auch Hotspots genannt, zurück. Dies kann jedoch zum Sicherheitsrisiko werden. Denn oftmals erfolgt die Datenübertragung unverschlüsselt und Cyber-Kriminelle können leicht Daten abgreifen oder Schadsoftware in das Gerät einschleusen. Die folgenden Empfehlungen helfen Ihnen, sicher mobil unterwegs zu sein.

Sicherheitstipps für öffentliche WLANs

Oft werden der Nutzerin oder dem Nutzer vor dem Verbindungsaufbau zu einem öffentlichen WLAN ein Sicherheitshinweis, zum Beispiel „ungesichertes Netzwerk“, sowie die Datenschutzbestimmungen eingeblendet. Bereits am Sicherheitshinweis können Sie erkennen, dass das Netzwerk nicht gesichert ist. Sie sollten die Vorteile daher mit Vorsicht genießen, indem Sie folgende Sicherheitstipps beachten:

  • Wenn Sie das WLAN nicht mehr benötigen, deaktivieren Sie die Funktion für die automatische Verbindung mit bekannten Netzwerken in den Systemeinstellungen Ihres Smartphones.
  • Übertragen Sie keine sensiblen oder persönlichen Daten, wie Passwörter, Ticket- oder Kontodaten, über ein öffentliches WLAN.
  • Falls Sie dringend sensible Daten verschicken müssen, tun Sie dies möglichst nur über eine verschlüsselte Verbindung. Bei Webseiten erkennen Sie dies z.B. daran, dass vor der URL ein https:// steht.
  • Weitere Hinweise hierzu und mehr finden Sie in unserer Rubrik "Öffentliche WLANs".

VPN: Sicherheitsniveau der mobilen Internetnutzung erhöhen

Zusätzlich sollten Sie für die Übertragung sensibler und auch persönlicher Daten beim Surfen im öffentlichen WLAN ein Virtual Private Network (VPN) nutzen. Denn in einem solchen werden sämtliche Daten zwischen Ihrem Mobilgerät und dem genutzten VPN-Server verschlüsselt übertragen. Umgangssprachlich wird ein solcher Zugang auch als Tunnel bezeichnet, da die Verschlüsselung für eine Abschirmung der übertragenen Daten im Internet sorgt – ähnlich eines Tunnels.

Im Internet surfen Sie dann mit der IP-Adresse des VPN-Servers. Als VPN-Server lässt sich entweder der Heimnetz-Router konfigurieren oder er kann von einem VPN-Anbieter bereitgestellt werden.

Um ein VPN zu nutzen, benötigen Sie eine VPN-App, die auf dem mobilen Gerät installiert werden muss. Zum sicheren Verbindungsaufbau muss dann die IP-Adresse des VPN-Servers oder des Heimnetz-Routers eingegeben werden. Nach der Einrichtung lässt sich der VPN-Modus über einen Klick auf das App-Symbol schnell und einfach aktivieren.
Wichtiger Hinweis: Installieren Sie diese Apps frühzeitig und nicht erst, wenn Sie über ein öffentliches WLAN surfen, sonst laufen Sie Gefahr, dass Ihre Daten noch vor dem Verschlüsseln abgehört werden. Unter dem Abschnitt unseres Fachartikels "Kleiner VPN-Leitfaden" erfahren Sie genau, wie Sie ein VPN einrichten können.

Sicher Surfen mit VPN und WLAN

Der Wunsch, das mobile Datenvolumen zu schonen, ist nachvollziehbar. Wer jedoch auch in einem öffentlichen WLAN nicht auf die Übertragung sensibler Daten verzichten möchte oder kann, sollte sich die Zeit nehmen, um eine sichere mobile VPN-Lösung einzurichten, damit der Ausflug oder Urlaub nicht mit einer unangenehmen Überraschung endet.