Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Ist Ihr Smartphone so sicher wie Ihr PC?

28. Oktober 2016 | Drei von vier Menschen (74,6%) speichern sensible Daten auf ihrem Smartphone ie private Bilder und Videos (57,8%) sowie Kontaktdaten von Dritten (47,9%). Zudem erlauben 29,8 Prozent der Nutzer den Direktzugriff ohne Passwortabfrage auf Nutzerkonten bei sozialen Netzwerken, E-Mail- sowie Cloud-Diensten. Fast jeder Fünfte (19,7%) hat auch Apps installiert, die persönliche Daten, etwa zur eigenen Gesundheit oder Fitness, speichern und auswerten. Gleichzeitig gaben fast 20 Prozent der Nutzer an, keinerlei Sicherheitsfunktionen zum Schutz dieser kritischen Informationen eingerichtet zu haben. Nicht einmal die Hälfte (46,3%) führt regelmäßige Software-Updates durch, um Sicherheitslücken zu schließen.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Online-Befragung von TNS Infratest im Auftrag des BSI anlässlich des European Cyber Security Month (ECSM) unter dem Motto "Smartphone & Co – sicher mobil"

Sensible Daten auf mobilen Geräten wirksam schützen

Das Smartphone und die dort enthaltenen Daten sind grundsätzlich den gleichen Gefahren wie Diebstahl und Missbrauch ausgesetzt, wie der mit dem Internet verbundene heimische PC. Da das mobile Gerät für viele Menschen ein allgegenwärtiger Begleiter ist, enthält es oftmals ebenso viele persönliche und sensible Informationen wie die Festplatte ihres Computers. Um Cyber-Kriminellen und Schadsoftware den Zugriff zu verwehren, genügen wenige, einfache Maßnahmen.

  • Ein vollständiger Basisschutz erhöht das Sicherheitsniveau: Hierzu gehört das Aktivieren von Sicherheitseinstellungen und automatischen Software-Updates sowie die regelmäßige Aktualisierung von allen genutzten Apps und Programmen.
  • Apps können Schadcode einschleusen und/oder den Nutzer und seine Daten ausspionieren. Deshalb sollten sie nur aus offiziellen Stores heruntergeladen werden. Zudem sollte vor der Installation von Anwendungen kritisch das Einräumen von Zugriffsrechten auf Daten geprüft werden.
  • Obwohl es manchen Nutzern umständlich erscheint, sollten Tastatur-, Geräte- und Displaysperre durch Zahlencodes, Wischmuster oder Fingerabdruck immer aktiviert sein. Zugangsdaten zu besonders sensiblen Apps und Anwendungen wie dem Online-Banking sollten unter Verschluss gehalten und nicht mit Dritten geteilt werden.
  • WLAN-, Bluetooth- und NFC-Schnittstellen sind offene Einfallstore für Cyber-Kriminelle und schädliche Software. Deshalb sollten diese Verbindungen nur dann aktiviert werden, wenn sie tatsächlich im Einsatz sind und im Anschluss direkt wieder ausgeschaltet werden.
  • Um das Gerät vor unbefugtem Zugriff und Manipulation zu schützen, sollten Sie Ihr Smartphone niemals unbeobachtet lassen oder verleihen. Für erhöhten Schutz sorgt eine Verschlüsselungssoftware, die vertrauliche Daten auch für Diebe unbrauchbar macht. Zudem empfiehlt es sich, regelmäßig Sicherungskopien, sprich Backups, von Smartphone-Daten zu erstellen.

Unterwegs freuen sich die meisten über kostenloses WLAN. In öffentlichen -Netzen im Café oder am Flughafen ist der Zugang meist unverschlüsselt. Hier ist erhöhte Vorsicht geboten. Nutzen Sie, sofern möglich, eine gesicherte Verbindung, die am Kürzel in der Adresszeile erkennen. Warum, zeigt der Erklärfilm:

Weitere Informationen zum Rundum-Schutz für mobile Geräte können auf der Seite "Schutz für Smartphone und Co" nachgelesen werden.