Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Schnäppchenfallen im Internet – Spam, Phishing und Co.

Die vorweihnachtliche Angebotsflut und Kauflust machen sich auch Internet-Betrüger gerne zunutze. Sie setzen dabei auf den Instinkt des Schnäppchenjägers und locken mit günstigen Sonderangeboten unter anderem in die Phishing-Falle. Beispielsweise mit täuschend echt aussehenden nachgestellten Webseiten von Online-Shops erbeuten die Betrüger von ahnungslosen Einkäufern persönliche Daten, unter anderem Passwörter zu Nutzerkonten, die sie dann für ihre kriminellen Zwecke nutzen. Gerade rund um Aktionstage wie den Black Friday oder Cyber Monday Ende November sollten Online-Shopper wachsam sein.

Schnäppchenfalle eins: Gefälschte Lockangebote!

Schnäppchenjäger sollten sich immer Zeit für eine kritische Prüfung verlockender Angebote im Web nehmen, bevor sie einen Einkauf tätigen, denn es könnte sich um einen Betrugsversuch handeln. Achten Sie bewusst auf Signale für Täuschungsversuche und fragen Sie sich jedes Mal, wenn eine Anzeige oder eine Webseite Sie auf ein Angebot aufmerksam macht: Sind die Preise realistisch? Kann es sein, dass ein Angebot wirklich nur für Sie persönlich gedacht ist? Ist es seriös, wenn der Einkauf innerhalb kürzester Zeit entschieden werden muss? Führt die Anzeige vielleicht auf eine gefälschte Webseite? Prüfen Sie jedes Angebot und jede Shopping-Webseite gründlich auf Seriosität und Echtheit.

Schnäppchenfalle zwei: Verführerische E-Mails!

Auf Lockangebote machen Internet-Betrüger gerne per Spam-E-Mail aufmerksam, die sie an tausende Empfänger versenden. Oft ist das Spam-Angebot kaum von anderen Werbe-E-Mails zu unterscheiden und ist dem Aussehen echter E-Mails von seriösen Unternehmen nachempfunden. Doch bei diesen unechten Angeboten ist Vorsicht geboten, besonders dann, wenn sie dazu auffordern, einen Anhang zu öffnen oder einem Link zu folgen.

Denn die Anhänge solcher E-Mails – egal ob als Angebot oder als Rechnung getarnt - können Schadsoftware enthalten, die beim Öffnen automatisch auf dem Rechner installiert wird und beispielsweise dazu genutzt werden kann, Ihre persönlichen Daten auszuspionieren.

Eine weitere Masche ist die Aufforderung an den Empfänger, über einen „offiziellen“ Link seine Daten bei einem Online-Shop oder Online-Bezahldienst zu aktualisieren. Oftmals sehen die verlinkten Phishing-Seiten den eigentlichen Unternehmensseiten auf den ersten Blick sehr ähnlich. Sie dienen aber lediglich dazu, Nutzerinnen und Nutzer zur Weitergabe von vertraulichen Daten wie Kreditkarten- oder Zugangsdaten zu verleiten, die dann von Internet-Betrügern missbraucht werden können.

Entscheiden Sie sich daher vor dem Öffnen einer Angebots-E-Mail, ob Sie der E-Mail Vertrauen schenken oder sie direkt löschen. Dazu empfiehlt Ihnen BSI für Bürger den 3-Sekunden-Sicherheits-Check für E-Mails und darüber hinaus weitere Schutzmaßnahmen gegen Phishing zu beachten. Minimieren Sie durch Berücksichtigung des Checks und durch regelmäßige Informationen über aktuelle Spam- und Phishing-Wellen das Risiko, in die Schnäppchenfalle zu tappen.

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