Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Kinder im Internet begleiten

15. Januar 2016 | Auf dem Weg zur Schule schnell noch mit Freunden chatten, in der Pause Video-Streams ansehen und wieder zu Hause die neuesten Fotos in sozialen Netzwerken hochladen: Rund 63 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen nutzen das Internet, 40 Prozent davon sind bereits jeden oder fast jeden Tag online. Zu diesem Ergebnis kommt die KIM-Studie (Kinder + Medien, Computer + Internet). Zu den beliebtesten Tätigkeiten unter den jungen Internetnutzern zählt mindestens einmal pro Woche das Suchen nach Informationen (71 Prozent), beispielsweise für die Hausaufgaben. 55 Prozent der Kinder sehen sich Filme und Videos an, spezielle Kinderangebote surft die Hälfte an. Online-Communities nutzen regelmäßig 48 Prozent

Aufgrund des intensiven Umgangs von Kindern und Jugendlichen mit Smartphones, Tablets und PCs beeinflussen die darüber genutzten Angebote wie WhatsApp, Facebook oder YouTube auch immer mehr das Kommunikationsverhalten und welche Webinhalte besonders interessant sind. Beim täglichen Weg in die digitale Welt begegnen Kindern und Jugendlichen auch Inhalte, die nicht für ihr Alter geeignet sind. Umso mehr sind Eltern, Lehrkräfte und Erziehungsverantwortliche in der Pflicht, Kinder und Jugendliche zu einer sachgerechten und umsichtigen Mediennutzung zu befähigen.

Das BSI hat wichtige Tipps und Empfehlungen als Gesprächsgrundlage für Eltern und Erziehungsberechtigte mit ihrem Nachwuchs zum sicheren Umgang mit Online-Angeboten zusammengestellt. So sollten Kinder und Jugendliche nicht alles glauben, was im Internet zu lesen ist, und mit ihren Eltern über verdächtige Inhalte sprechen. Die Herausgabe persönlicher Daten ist weitgehend tabu, damit Telefonnummer oder Postadresse nicht in falsche Hände geraten. Beim Herunterladen von Dateien sowie Klingeltönen oder Apps ist Vorsicht angebracht, um sich vor schädlichen Programmen oder überteuerten Angeboten zu schützen. Zudem sollten sie keine Nachrichten unbekannter Absender in Messengern öffnen, sonst drohen Viren, Trojaner oder erpresserische Software. Weitere, detaillierte Informationen gibt es zum Beispiel auf der Webseite der Polizei-Beratung.