Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Jugendliche in sozialen Netzwerken: Sicherheitsrisiken bedenken

20. Januar 2016 | Täglich laden Jugendliche viele Millionen Fotos in sozialen Netzwerken hoch oder teilen in diesen Links zu Videos mit ihren Freunden. Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Twitter und Co. sind allgegenwärtig und ermöglichen eine ständige Kommunikation und Interaktion mit Freunden und Bekannten. Für Jugendliche haben sich die sozialen Netzwerke zu einem unentbehrlichen Begleiter entwickelt – der aber auch mit Sicherheitsrisiken verbunden ist: Nutzer veröffentlichen dort persönliche Daten, beispielsweise Bilder und Filme aus dem Alltag oder den aktuellen Aufenthaltsort. Sind diese Informationen frei zugänglich, können Arbeitgeber zusätzliche Eindrücke von Bewerbern oder Diebe nützliche Hinweise über verreiste Personen und ihre Wohnungen finden.

In zehn Tipps zeigt das BSI, welche Sicherheitsmaßnahmen Sie bei der Nutzung sozialer Netzwerke unbedingt treffen sollten. Zum Beispiel empfiehlt sich Zurückhaltung bei der Preisgabe persönlicher oder vertraulicher Informationen. Kontaktanfragen sind nur nach Prüfung zu akzeptieren und verdächtige Personen zu melden. Auch in sozialen Netzwerken sollten Sie nicht jeden Link anklicken, da sich dahinter Schadsoftware verbergen kann.

Auch Cyberkriminelle haben soziale Netzwerke für sich entdeckt: Sie nutzen sie, um Schadsoftware zu verbreiten, indem sie beispielsweise Nachrichten mit Links auf manipulierte Webseiten verschicken. Dieses Risiko wird häufig nicht von den Nutzern solcher Plattformen bedacht: Gemäß einer Online-Umfrage der Polizei und des BSI zum Umgang mit Gefahren bei der Internetnutzung sagen 95 Prozent der Unter-30-Jährigen, dass ihnen die Sicherheit sehr wichtig oder wichtig ist. Dies gilt insbesondere bei Online-Banking (88%), Kommunikation (77%), Downloads (75%) und Online-Shopping (73%), bei sozialen Netzwerken dagegen nur für gut die Hälfte. Dabei sind schon etwa 40 Prozent der Unter-30-Jährigen einmal Opfer von Cyberkriminalität geworden, vor allem von Schadsoftware und Phishing – also zwei Angriffsarten, die auch bei sozialen Netzwerken genutzt werden. Deshalb sind bewährte Basisschutzmaßnahmen für den PC oder mobile Geräte auch für die Nutzer von sozialen Netzwerken wichtig. Hierzu zählt beispielsweise, eine Antiviren-Software oder eine Firewall einzusetzen, das Betriebssystem und Programme regelmäßig zu aktualisieren sowie die Sicherheitserweiterungen des Browsers zu nutzen.