Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Hacker: Cyber-Kriminelle oder IT-Sicherheitsnachwuchs?

Schlagzeilen wie "Hacker retten Computernetzwerk" gibt es selten. Der Begriff Hacker wird allgemein eher als gleichbedeutend mit dem des Cyber-Kriminellen verwendet. Also für Personen oder Gruppen, die sich unbefugt Zugang zu fremdem Computern verschaffen, Schadsoftware verbreiten und in kriminelle Machenschaften verwickelt sind. Bis in die 1990er Jahre war der Begriff "Hacker" jedoch weitestgehend positiv belegt: als Bezeichnung für Technikbegeisterte, die Geräte und Software bis in ihr Innerstes analysieren, um ihre Funktionsweise zu verstehen. Eine Herausforderung war dabei für Hacker auch immer: Sicherheitslücken in Systemen und Software zu entdecken, damit diese geschlossen werden können.

Plattform für Hacker-Talente

Genau jene Hacker werden aktuell als IT-Sicherheitsnachwuchs im Rahmen der laufenden Cyber Security Challenge Germany (CSCG) gesucht. Der Wettbewerb gibt Talenten im Alter zwischen 14 und 30 Jahren noch bis zum 1. Juni die Möglichkeit, sich mit anderen zu messen sowie mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu kommen und entsprechend gefördert zu werden. Die Teilnehmer, die erfolgreich an den unterschiedlichen Aufgaben der Online-Qualifikation teilnehmen, können sich außerdem im deutschen CSCG-Finale Anfang Juli in Düsseldorf für die European Cyber Security Challenge im November in Spanien qualifizieren.

Hacking kennt viele Formen

Generell lassen sich Hacker in drei Gruppen unterteilen: "White Hats", "Grey Hats" und "Black Hats". Sie alle verbindet die Fähigkeit IT-Sicherheitslücken aufzuspüren. Doch sie unterscheiden sich stark in ihrer Motivation – die einen nutzen ihr Talent zum Schutz von Systemen, die anderen für den Angriff auf diese. Die Auswirkungen des Hackings können dabei ganz unterschiedlich sein. Was sie alle antreibt und wie sie doch unterschieden werden können, erklärt Ihnen das BSI unter Hacking kennt viele Formen.