Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Digitale Sicherheit erhöhen - mit drei selten genutzten Schutzmaßnahmen

Sicherheit im Internet ist für 97 Prozent der Internetnutzer in Deutschland wichtig, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des BSI und des Programms Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK). Dennoch bleibt bei vielen Nutzerinnen und Nutzern die Umsetzung von Schutzmaßnahmen hinter diesem Anspruch zurück – nur zwei von drei setzen ein aktuelles Antivirenprogramm und eine Firewall ein. Noch seltener machen sie Gebrauch von weiteren, ebenfalls effektiven Sicherheitsmaßnahmen, die das BSI deswegen stärker ins Bewusstsein rücken möchte.

Infografik zeigt drei Schutzmaßnahmen zum sicheren Surfen, die jedoch selten genutzt werden u.a. regelmäßige Back-ups, verschlüsselte E-Mail-Kommunikation, Surfen ohne Admin-Rechte. Drei Schutzmaßnahmen zum sicheren Surfen - effektiv, aber selten angewandt Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Sicherheitskopien beugen Datenverlust vor

Daten können auf vielen Wegen verloren gehen, ob durch Diebstahl oder Verlust eines Gerätes, aber auch durch die Verschlüsselung der Festplatte oder einzelner Daten durch Ransomware. Nutzerinnen und Nutzer, die von ihren wichtigen Daten regelmäßige Back-ups erstellen, minimieren zumindest die Folgen eines solchen Verlustes. BSI für Bürger erklärt, wie sich Daten einfach sichern lassen.

E-Mail-Kommunikation mit Verschlüsselung schützen

Um E-Mails mit Verschlüsselung vor den Augen und Veränderungen Dritter zu schützen, müssen beide Kommunikationspartner ein Verschlüsselungsprogramm nutzen, das auf dem gleichen technischen Verfahren beruht, wie S/MIME oder PGP bzw. GPG. Das Verschlüsselungsprogramm erstellt für den Nutzer oder die Nutzerin ein Schlüsselpaar, bestehend aus einem geheimen und einem öffentlichen Schlüssel. Anschließend tauschen beide Kommunikationspartner ihre öffentlichen Schlüssel aus – und können nun gegenseitig vertraulich Nachrichten senden und empfangen.

Nicht mit Administratorenrechten surfen

Wer Software installiert oder Systemeinstellungen verändern möchte, benötigt dafür Administratorenrechte im Betriebssystem. Für den Alltagsgebrauch und das Surfen im Web sollte allerdings ein separates Benutzerkonto eingerichtet werden, das über weniger Zugriffsrechte auf das System verfügt. Denn durch Viren, Würmer oder andere Störenfriede verursachte Schäden können umso größer sein, je tiefer ein Schadprogramm in das System eindringen kann.

Einblicke: Sicherheitsbewusstsein deutscher Internetnutzer

Zusätzliche Informationen sowie Daten und Fakten rund um Sicherheit im Internet und Erfahrungen mit Cyber-Kriminalität geben die weiteren Ergebnisse der gemeinsamen Studie von BSI und ProPK.