Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Hilfe für Betroffene

Grundsätzlich gilt, dass wohl jeder Mobbing-Fall anders ist, weil nicht nur die Taten selbst, sondern auch die Täter verschieden sind. Es ist deshalb schwierig, zum Beispiel generell von einer Reaktion abzuraten. Außer natürlich, sich zu Handlungen hinreißen zu lassen, die ebenfalls strafbar sind.

  • Wenn Sie im Internet gemobbt werden, nehmen Sie das Problem ernst. Es hilft kein Klein- oder Wegreden. Wehren Sie den Anfängen und geben Sie sich nicht mit der Opferrolle ab.
  • Blockieren Sie die Person, sodass diese Ihnen keine Nachrichten mehr zuschicken kann und antworten Sie auf bereits zugestellte Nachrichten nicht.
  • Informieren Sie den Anbieter des Dienstes, der zum Mobbing gegen Sie verwendet wird und fordern Sie diesen auf, das Profil des Täters zu löschen und seinen Zugang zum Dienst zu sperren.
  • Sichern Sie Beweise. Machen Sie zum Beispiel Bildschirmfotos.
  • Jugendliche tendieren dazu, Probleme selbst lösen zu wollen. In diesem Fall sollten sie sich jedoch auf jeden Fall an Lehrer und Eltern wenden. Die Erfahrung zeigt, dass dieses der richtige Schritt ist und der Schüler, der Mobbing Eltern und Lehrern gegenüber anzeigt, bei Mitschülern nicht als Schwächling gilt. Wer dennoch weder Eltern noch Lehrer einschalten möchte, kann anonym bei der "Nummer gegen Kummer" anrufen.
  • Auch Erwachsene sollten sich Freunden anvertrauen. Rückhalt stärkt und macht Mut; zwei Menschen haben mehr Ideen als einer.
  • Gehen Sie in schweren Fällen zur Polizei. Cyber-Mobbing ist strafbar. Selbst wenn das Verfahren gegen ihn eingestellt werden sollte, empfindet der Täter es als Übel, dass überhaupt ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet wurde und sich dafür gegenüber zum Beispiel dem Ehepartner rechtfertigen muss.