Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Identitätsdiebstahl - Hilfe für Betroffene

Wenn Ihnen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Mahnungen mit Briefpost zugestellt werden, sollten Sie in Betracht ziehen, einen Anwalt einzuschalten. Das BSI kann Ihnen keine rechtlichen Empfehlungen aussprechen. Inkassounternehmen und Rechtsanwälte können Ihr Konto nicht pfänden, bei einem gerichtlichen Mahnbescheid müssen Sie jedoch auf jeden Fall rasch handeln.

  • Mahnungen in Form einer E-Mail sind mit großer Wahrscheinlichkeit gefälscht und sollten in der Regel umstandslos gelöscht werden. Schon eine Antwort wie "Ich habe bei Ihnen nichts bestellt" bestätigt den Online-Kriminellen, dass Ihre E-Mail-Adresse genutzt wird. Das ist eine Einladung, Ihnen weitere unerwünschte Post zukommen zu lassen.
    Fragen Sie im Zweifel nach, vertrauen Sie dabei jedoch nicht blind den Kontaktdaten, die in der E-Mail stehen.
  • Bei Verlust Ihres Kontos, Ihrer Kreditkarte oder Ihrer Zugangsdaten für zum Beispiel Paypal informieren Sie sofort alle betroffenen Geldinstitute. Zudem werden Sie möglicherweise schon aus versicherungsrechtlichen Gründen eine Anzeige erstatten müssen. Nur wenn Sie schnell handeln, können Sie Ihren finanziellen Schaden begrenzen.
  • Hat jemand Zugang zu Ihrem E-Mail-Konto oder kann sich jemand zum Beispiel auf Facebook als Sie ausgeben, benachrichtigen Sie den Diensteanbieter, damit Ihr Konto gesperrt wird. Wenn Sie (entgegen unserer Empfehlung) dasselbe Passwort, das Sie für den gekaperten Dienst benutzen, auch für andere Dienste verwenden: Ändern Sie bei diesen Diensten sofort Ihr Passwort. Möglicherweise ist es sinnvoll, Freunde oder Kunden darüber in Kenntnis zu setzen, dass eventuelle kompromittierende Nachrichten nicht von Ihnen stammen.
  • Als Opfer eines Identitätsdiebstahls gehören Sie einer sehr großen und wachsenden Gruppe an. Sie sind also nicht dümmer als andere. Versuchen Sie trotzdem, Schlussfolgerungen aus dem Schaden zu ziehen. Wo waren Sie möglicherweise doch zu nachlässig? Was können Sie noch tun, damit Online-Kriminelle nicht erneut erfolgreich werden? Wenn Sie Freunden und Kollegen von Ihren Erfahrungen berichten, werden diese Schutzmaßnahmen womöglich eher beherzigen als wenn diese nur an anonymen Stellen zu finden sind – Stellen wie dieser.

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