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Kostenfallen

Wer im Internet surft, zahlt dafür normalerweise nur die mit dem Telekommunikationsanbieter vereinbarten Gebühren – außer, es werden Mehrwertdienste in Anspruch genommen, für die Extragebühren anfallen. Über diese muss der Nutzer allerdings aus gesetzlichen Gründen vorab informiert werden. Für deren Abrechnung wurden mehrere Modelle entwickelt, die leider auch missbraucht werden. Da gibt es etwa das Handy-Payment, das durchaus sinnvoll eingesetzt wird (Stichwort "Busticket per SMS"), aber auch zu überraschend hohen Rechnungen führen können. Und auch "Gratis-SMS"-Angebote über das Internet entpuppen sich leicht als Kostenfalle. Im Anschluss haben wir für Sie die gängigen Sicherheitsrisiken aufgelistet und informieren Sie über Schutzmaßnahmen.

Abrechnung über Handy und Premium-SMS

Die Gefahren:

Als Handy-Payment wird die Bezahlung von zumeist kleinen Beträgen über das Mobiltelefon bezeichnet. So besteht etwa in Shopseiten im Internet die Möglichkeit, seine Telefonnummer zu hinterlassen. Der Interessent erhält anschließend eine SMS mit einem Code, der auf der Seite einzugeben ist. Die Abrechnung erfolgt dann über den Telefonanbieter. Beim System der "Premium-SMS" wird der Kauf einer Leistung oder einer Ware durch das Versenden eines Codes oder eines Kennworts abgeschlossen. Nach der strengen gesetzlichen Regulierung von Dialerdiensten haben viele Anbieter von unseriösen Diensten auf Handy-Payment und Premium-SMS umgesattelt. Immer wieder tauchen etwa für Internet- und Handynutzer Angebote auf, bei denen Dienstleistungen per Premium-SMS angeblich besonders günstig zur Verfügung gestellt werden. So werden Klingeltöne oder Logos für Handys oft zu sensationell niedrigen Tarifen angeboten. Nur im Kleingedruckten findet sich der Hinweis darauf, dass mit dem Bezug einer solchen Leistung aber gleich ein längerfristiges Abo abgeschlossen wird. Die Kosten steigen dadurch natürlich auf ein Vielfaches. Eine weitere Masche: Der angeblich kostenfreie Versand von SMS über das Internet – auch hier ist Vorsicht angebracht, da eventuell durch die Inanspruchnahme eines solchen Dienstes ebenfalls ein teures Abo abgeschlossen wird.

Die Schutzmaßnahmen:

  • Prüfen Sie bei Angeboten mit mobilen Bezahlmöglichkeiten genau, welche Leistung Ihnen verkauft wird. Achten Sie insbesondere darauf, ob Sie eine wiederkehrende Leistung, also ein Abo bestellen!
  • Antworten Sie nicht auf SMS, deren Absender Ihnen nicht bekannt ist – in den Nummern könnten sich Codes verbergen, die zur Bestellung von Leistungen führen.
  • Seien Sie skeptisch, wenn sich Dialoge in bezahlten SMS-Foren wie Flirtlines in die Länge ziehen – vielleicht chatten Sie mit einem professionellen Gesprächspartner, der Sie zum Versand möglichst vieler teurer Nachrichten bewegen will.
  • Wenn Sie bereits Opfer derartiger Betrügereien geworden sind, informieren Sie die Bundesnetzagentur und erstatten Sie Strafanzeige. Eine praktische Anleitung dazu bietet Ihnen die Polizei auf Ihrer Webseite.

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