Navigation und Service


Hacker, Cracker, Script Kiddies

In den Medien hört man immer öfter, dass Unbekannte in fremde Computersysteme eindringen und kurzzeitig die Kontrolle darüber übernehmen. Meist ist die Rede dann von Hackern.

Einfach zu erklären ist das mit den Hackern aber nicht. Denn im Gegensatz zu den Medien unterscheidet die Fachwelt (Die Abgrenzung zwischen Hackern und Crackern ist selbst in der Fachwelt sehr umstritten) zwischen Hackern und Crackern. Dabei sind Hacker Leute, die ziemlich viel Ahnung von Technik haben und in Systeme eindringen, um das System an sich zu verstehen. Übertragen auf ein Auto hieße das: Sie wollen eben nicht nur mit dem Auto fahren, sondern auch einen Blick unter die Kühlerhaube werfen und verstehen, wie so ein Auto fährt.

Wenn man so will, sind Hacker ganz schön neugierig. Solange sie dabei nur in Systeme eindringen, für die sie einen Zugriff haben, ist das aber kein Problem. Illegal werden Hacker erst dann, wenn sie ohne Berechtigung z. B. den Großrechner einer Uni hacken, um zu sehen, wie der funktioniert. Viele Hacker hacken einfach nur zum Spaß, ohne Schäden anzurichten. Hacker verändern nämlich niemals die Daten am Ursprungsort. Sie helfen sogar manchmal die Sicherheit des Internets zu verbessern, denn sie machen auf Schwachstellen oder Sicherheitsdefizite in Computernetzwerken aufmerksam.

Hacker, die im Auftrag von Firmen versuchen, Sicherheitslücken aufzuspüren, werden als "Penetrationstester" bezeichnet. Sie handeln legal, weil sie beauftragt werden und sich an Vorgaben halten, was mit den gewonnenen Erkenntnissen passiert. Außerdem sind sie abgesichert, wenn durch die Hackversuche Schäden entstehen.

"Böse" Hacker heißen Cracker. Diese Leute verstehen ihr Handwerk genau wie die Hacker. Allerdings dringen sie in fremde Systeme ein, um dort Schaden anzurichten. Sie löschen, verändern oder missbrauchen geschützte Datenbestände oder Programme. Durch solche Eingriffe können materielle Schäden in Millionenhöhe entstehen.

Die Medien treffen die Unterscheidung zwischen Hackern und Crackern in der Regel nicht. Dort ist die Rede von Hackern, egal um was es geht.

Und dann gibt es da noch die so genannten Script Kiddies. Die heißen Kiddies, weil es sich meistens um Jugendliche handelt. Script Kiddies wissen meist überhaupt nicht, was sie tun – halten sich selbst aber für Hacker. Im Gegensatz zu diesen verwenden sie jedoch ausschließliche vorgefertigte Computerprogramme, z. B. Computerviren oder Trojanische Pferde. Alle Skript Kiddies haben die gleiche Strategie: ziellos nach einer bestimmten Schwäche suchen und diese dann ausnutzen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Das macht diese Angreifer besonders gefährlich. Oft wissen sie einfach nicht, welchen Schaden sie mit ihrem Verhalten anrichten können.


Diese Seite:

© Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. All rights reserved