Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Passwörter

Sie möchten das das Video für z.B. interne Sensibilisierungsmaßnahmen verwenden? Hier haben wir hier für Sie das Video in einer höheren Auflösung.

Wer die Wahl hat, hat die Qual – heißt es. Besonders bei der Wahl der richtigen Passwörter tun sich viele PC-Nutzer schwer. Um dem zu entgehen, kommt es nicht selten vor, dass jemand ein Passwort für zehn verschiedene Programme beziehungsweise Zugänge hat. Wen wundert's da, dass schlecht gewählte Passwörter auf der Hitliste besonders häufiger IT-Sicherheitsdefizite ganz weit oben stehen. Hacker freut das natürlich. Sie haben Werkzeuge, die vollautomatisch alle möglichen Zeichenkombinationen ausprobieren oder ganze Wörterbücher einschließlich gängiger Kombinationen aus Worten und angefügten Zahlen testen. Um das zu verhindern, sollte ein Passwort bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen.

Hinzu kommt, dass Passwörter nicht nur zum Schutz von vertraulichen Daten dienen. Ein Beispiel: Inzwischen ist es üblich, dass man sich bei unterschiedlichsten Anbietern im Internet ein Konto oder einen Zugang (Account) anlegen kann. Die Anmeldung an diesem Account wird mit einem Passwort geschützt. Was könnte passieren, wenn sich jemand unter Ihrem Namen dort anmeldet? Wer möchte schon gerne, dass Fremde unter dem eigenen Namen E-Mails verschicken oder teure Waren im Internet ersteigern können?

Deshalb: Orientieren Sie sich an den folgenden Empfehlungen zur Erstellung und zum Umgang mit Passwörtern – und schon tun Sie etwas für Ihre Sicherheit.

Tipps

Ein gutes Passwort

  • Es sollte mindestens acht Zeichen lang sein.
    (Ausnahme: Bei Verschlüsselungsverfahren wie zum Beispiel WPA und WPA2 für WLAN sollte das Passwort mindestens 20 Zeichen lang sein. Hier sind so genannte Offline-Attacken möglich, die auch ohne stehende Netzverbindung funktionieren - das geht zum Beispiel beim Hacken von Online-Accounts nicht.)
  • Es sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern (?!%+…) bestehen.
  • Tabu sind Namen von Familienmitgliedern, des Haustieres, des besten Freundes, des Lieblingsstars oder deren Geburtsdaten und so weiter.
  • Wenn möglich sollte es nicht in Wörterbüchern vorkommen.
  • Es soll nicht aus gängigen Varianten und Wiederholungs- oder Tastaturmustern bestehen, also nicht asdfgh oder 1234abcd und so weiter.
  • Einfache Ziffern am Ende des Passwortes anzuhängen oder eines der üblichen Sonderzeichen $ ! ? #, am Anfang oder Ende eines ansonsten simplen Passwortes zu ergänzen ist auch nicht empfehlenswert.

Bitte beachten Sie: Wenn Ihr System Umlaute zuläßt, bedenken Sie bei Reisen ins Ausland, dass auf landestypischen Tastaturen diese evtl. nicht eingegeben werden können.