Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Browser-Entführung

Mit dem Begriff Browser-Hijacking (dt.: Browser-Entführung) ist die Umleitung von Browser-Anfragen auf fremde Internetseiten gemeint. Statt auf Ihrer voreingestellten Startseite oder der eingegebenen Web-Adresse landen Sie also woanders, meist auf Werbeseiten – Ihr Browser wird dorthin entführt.

Verantwortlich für eine Browser-Entführung sind kleine Programme, die den Browser unter ihre Kontrolle bringen. Sie richten zwar keinen direkten Schaden an, sind aber lästig und lassen sich nur mit Mühe wieder entfernen. Auch das Suchfeld im Browser wird für solche Zwecke missbraucht und führt dann nicht zum gewünschten Suchergebnis, sondern ebenfalls auf Werbeseiten. Zusätzlich können Ihre Favoriten beziehungsweise Lesezeichen/Bookmarks verändert oder ergänzt werden.

Zunutze machen sich die Browser-Entführer Schwachstellen im Betriebssystem oder in Anwendungen. Dabei gibt es eine Reihe von Möglichkeiten für Browser-Entführer, sich im System hartnäckig festzusetzen.

Beim Microsoft Internet Explorer können Angreifer beispielsweise sogenannte Browser-Helper-Objekte (BHO) nutzen. Diese ausführbaren Programme dienen eigentlich zur Erweiterung der Browserfunktionen des Internet Explorers, z. B. um PDF-Dateien direkt im Browser betrachten zu können (Adobe Reader-Plug-in). Böswillige BHOs können unerkannt auf Ihrem Rechner installiert werden. Die BHOs haben damit Zugriff auf alle Funktionen des Internet Explorers und können so das Verhalten des Browsers manipulieren.
Doch auch in anderen Browsern wie dem Mozilla Firefox, können die Erweiterungen (auch Add-on genannt) schädliche Software enthalten.

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