Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

So können Daten verloren gehen

Ein häufiger Weg des Datenverlusts: Man löscht Daten selbst versehentlich. Um dies rückgängig zu machen, gibt es in Betriebssystemen eine Art Papierkorb. Dorthin gelangen die gelöschten Dateien erst einmal und können jederzeit wieder hergestellt werden. Haben Sie den Papierkorb jedoch geleert, dann sind die darin enthaltenen Dateien in der Regel gelöscht. Das Gleiche gilt, wenn Sie den Papierkorb so eingerichtet haben, dass er Daten sofort automatisch löscht.

Ebenso oft werden Daten irrtümlich überschrieben. Oft passiert das, wenn Sie ein bereits bestehendes Textdokument als Vorlage für ein neues Schreiben benutzen wollen, abändern, und dann versehentlich unter dem alten Namen speichern.

Gefährlich für die Daten ist auch, Computer nicht vorschriftsgemäß herunter zu fahren, sondern einfach auszuschalten.

Und dann sind da natürlich noch die Gefahren, die von Computerschädlingen wie Viren und Würmern und von Hacker-Angriffen ausgehen.

So schützen Sie sich vor Datenverlust

Physische Maßnahmen:

  • Vermeiden Sie Erschütterungen während des Betriebs Ihres Computers!
  • Setzen Sie Ihren Computer keinen starken elektromagnetischen Strahlen aus – etwa in der Nähe von Elektromotoren oder Lautsprechern, die Ihre Daten zerstören können.
  • Lagern Sie Speichermedien trocken und kühl und setzen sie sie nicht direktem Sonnenlicht aus.
  • Bewahren Sie mehrere Kopien von Speichermedien an unterschiedlichen Orten auf.
  • Beschriften Sie Speichermedien sorgfältig.

Maßnahmen, die das Benutzerverhalten betreffen:

  • Leeren Sie den "Papierkorb" Ihres Betriebssystems und der Anwenderprogramme (etwa Mailprogramme) nicht automatisch, sondern prüfen Sie zunächst, ob irrtümlich wertvolle Daten darin enthalten sind.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie bestehende Textdateien als Vorlage für neue Dokumente nehmen: Speichern Sie die Dateien unter einem anderen Dokumentennamen, wenn Sie alte Versionen behalten wollen.
  • Beachten Sie die Vorsichtsmaßnahmen gegenüber Computerviren: Setzen Sie aktuelle Virenschutzsoftware ein, aktivieren Sie Ihre Firewall und öffnen Sie keine E-Mails aus verdächtiger Quelle. Nähere Informationen dazu erhalten Sie im Kapitel "Schützen - aber wie?" und in den Newslettern des Bürger-CERT.
  • Sichern Sie sensible Daten mit Passwörtern.
  • Speichern Sie die System- und Programmdateien auf einer anderen Festplatte als die von Ihnen selbst erstellten Dateien. So können Sie Letztere einfacher regelmäßig abspeichern.
  • Überprüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob die gespeicherten Daten mit Ihrer Software noch gelesen werden können – durch den rasanten technischen Fortschritt können hier Probleme entstehen.

So retten Sie verloren gegangene Daten

Sollten Ihre versehentlich gelöschten oder "korrupt" (beschädigt) gewordenen Daten nicht mit dem Datensicherungsprogramm wiederherstellbar sein, können sogenannte "Datenretter" im wahrsten Sinne des Wortes Ihre letzte Rettung sein. Verschiedene Softwarehersteller bieten dazu Programme an. Wenn Sie selbst damit nichts retten können, gibt es Firmen, die Daten im Speziallabor retten können. Weil das allerdings ziemlich teuer werden kann, sollten Sie vorher klären, ob sich der Aufwand lohnt.