Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Instant Messenger

Instant Messenger haben sich aus dem Online-Chat entwickelt. Wie auch beim Chat werden Nachrichten sofort ausgetauscht: Ist eine Nachricht verschickt, erscheint sie praktisch im selben Moment beim Empfänger. Daher das Wort "Instant" im Namen, auch wenn dieses der Einfachheit halber häufig weggelassen wird.

Neben reinen Textnachrichten können über Instant Messenger auch Bilder oder Audiodateien verschickt werden, auch Videotelefonie und Unterhaltungen in der Gruppe sind möglich. Zudem entfällt die Beschränkung der SMS auf 160 Zeichen. Neben der bestehenden Internetverbindung fallen in der Regel keine weiteren Kosten für den Versand an.

Einige bekannte Instant Messenger sind WhatsApp, Threema, Telegram, iMessage, Google Hangouts und der Facebook Messenger. Eine starke Verschlüsselung bieten TextSecure und Signal. Deutsche Produkte sind zum Beispiel SIMSme oder Chiffry. Es gibt mit zum Beispiel Jabber beziehungsweise Xabber auch quelloffene Instant Messenger.

Nachrichten, die über Messenger verschickt werden, bestehen aus dem Text der Nachricht, möglichen Dateianhängen, wie zum Beispiel einem Foto, und sogenannten Metadaten. Zu den Metadaten zählen die Kennung des Absenders, häufig in der Form der Telefonnummer, die Kennung des Adressaten, das Datum und die Uhrzeit. Auch weitere Angaben sind möglich. Solche Daten dienen nicht nur der korrekten Zuleitung der Nachricht, sondern können auch zur Analyse von Vorlieben und ähnlichem genutzt werden. Auf diese Weise lassen sich Profile erstellen, die für personalisierte Werbung genutzt werden können.

Was ein Anbieter mit den Daten seiner Kunden macht, steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder in den Datenschutzbestimmungen. Derartige Texte sind in der Regel lang und kompliziert. In Deutschland ist zudem nach Angaben von Peter Schaar, dem – inzwischen ehemaligen – Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, nicht eindeutig geklärt, wann Jugendliche mündig sind, selbst in eine Datenverarbeitung einzuwilligen (Peter Schaar in: Chatten ohne Risiko? (2009) Zu beziehen über: www.chatten-ohne-risiko.net)

Wenn Sie einen Messenger nutzen möchten, dann haben wir einige Empfehlungen für Sie, die den Informationsaustausch ein Stück sicherer machen.

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