Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Exkurs: Verhalten im Chat

Anonymität

Bei allen Chatsystemen treten sich die Teilnehmer meist anonym bzw. pseudonym gegenüber. Dazu kann man sich selbst einen Spitznamen (nickname) geben. Aufgrund dieser Anonymität kommen oftmals Menschen in Kontakt, die sich im normalen Leben nie kennen lernen würden. Der Chatter muss dabei weder Alter, Geschlecht oder andere Dinge preisgeben – es sei denn, er möchte es.

Verhaltensregeln

Wer im Chat mit anderen kommuniziert, sollte sich aber genau wie im richtigen Leben auch benehmen: höflich, respektvoll und nicht zu aufdringlich. Bei den meisten Chats wird man vor der Benutzung dazu aufgefordert, der Chatiquette zuzustimmen. Das sind Verhaltensregeln, die jeder Nutzer des Chats einhalten muss.

Auch zum eigenen Schutz sollte ein Chat-Teilnehmer immer die Frage im Hinterkopf behalten, wem er gerade welche (persönlichen) Informationen überlässt. Über die Chathistorie lassen sich Unterhaltungen teils über einen langen Zeitraum nachverfolgen. Manche Aussagen können später gegen einen verwendet werden, etwa wenn das Gerät, auf dem der Chat stattfand, in fremde Hände gelangt. So können ganz normale und harmlos anmutende Unterhaltungen zu einem Risiko werden.

Risiken

Gerade Eltern wird bei dem Gedanken, dass die Tochter oder der Sohn chatten möchte, mulmig zumute. Schließlich wimmelt es im Internet von Seiten, die nicht unbedingt für Kinderaugen bestimmt sind – und im Chat ist es nicht viel anders. Neben all den Gefahren, die technischer Natur sind, kann die Anonymität im Chat für Kinder und Jugendliche ein Sicherheitsrisiko werden. Dann nämlich, wenn sich Kinder mit Menschen treffen, die sie im Chat kennengelernt haben und von denen sie glauben, es seien Gleichaltrige.

Schwarze Schafe

Leider tummeln sich im Chat jedoch auch ein paar schwarze Schafe. Vor diesen müssen Sie Ihr Kind warnen. Je nachdem wie alt Ihr Kind ist, sollten Sie es deshalb im Internet begleiten und ihm ein paar Dinge erklären. Dazu gehört z. B. dass es keine persönlichen Daten preisgeben sollte. Treffen mit Unbekannten sind natürlich auch tabu.

Das Thema Medienerziehung hat jedoch nicht mehr viel mit IT-Sicherheit zu tun. Dafür gibt es andere Experten, auf die wir im Bereich Kinderschutz verweisen.

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