Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

E-Government nutzen

Um E-Government nutzen zu können, müssen einige grundlegende technische Voraussetzungen erfüllt sein: Auf Seiten des Bürgers muss ein PC oder Laptop sowie ein Internetzugang und die entsprechende Software (zum Beispiel: Browser, Adobe Reader) vorhanden sein. Bei der Kommunikation mit den Behörden über E-Mail muss ein entsprechender Account für das Senden, Empfangen und Verwalten der Nachrichten zur Verfügung stehen.

Beim E-Government über das Internet werden auf Seiten der Behörden Dienste auf Server bereitgestellt. Dabei ist es möglich, dass Bürger über Internetformulare Daten direkt an die Behörden senden. Dynamische Webseiten bieten dabei die Möglichkeit, Nutzern Inhalte zu präsentieren, die genau auf die jeweiligen Bedürfnisse passen. Das Prinzip dahinter: Die Website verarbeitet bestimmte, vorher eingegebene Selektionskriterien wie Wohnort oder Anliegen sofort und zeigt dann die gewünschten Informationen oder Formulare an.

Ein weiterer Kommunikationsweg zwischen Behörden und Bürgern besteht im Instant-Messaging. Darunter versteht man die Möglichkeit, mit Behördenmitarbeitern in Echtzeit so genannte Chats, also zeitgleiche virtuelle Gespräche zu führen. Diese können als fixe Termine zu bestimmten Tageszeiten oder an gewissen Wochentagen eingerichtet werden. Es kann aber auch Sinn machen, bei besonderen Anlässen wie Neuerungen in Verwaltungsabläufen spezielle Chats anzubieten.

Ein entscheidender Punkt bei allen Formen der elektronischen Kommunikation ist die Sicherheit.

Damit Sie mit der Verwaltung über das Internet kommunizieren können, müssen die bisher abgeschotteten behördeninternen IT-Systeme nach außen "geöffnet" werden. Ihr PC hat damit eine – mehr oder weniger – direkte Verbindung zu den Hintergrundsystemen der meisten Behörden. Das heißt aber natürlich noch lange nicht, dass Sie ohne Weiteres auf die dort gespeicherten Daten zugreifen können. Die Behörden stellen jederzeit sicher, dass unberechtigte Anfragen durch unterschiedliche technische Maßnahmen, wie zum Beispiel den Einsatz von Firewalls, zuverlässig unterbunden werden. Dabei kommt es besonders auf zwei Aspekte an:

Bevor ein Kunde personalisierte Angebote in Anspruch nehmen kann, muss geprüft werden: Inwiefern ist er berechtigt, gewisse Aktionen zu veranlassen oder auf gewisse Daten zuzugreifen? In der Fachsprache heißt das Authentisierung. In vielen Fällen wird dafür ein chipkartenbasiertes Signaturverfahren mit Zertifikaten genutzt. So kann die Behörde sicher sein, dass am heimischen Computer auch der tatsächlich Berechtigte sitzt. Inzwischen gibt es Signaturkarten von mehreren Anbietern, darunter zum Beispiel die Deutsche Telekom (Telesec), die DATEV oder die Bundesdruckerei.

Werden wichtige Unterlagen wie etwa Steuererklärungen per Post übermittelt, so schützt ein verschlossener Briefumschlag die Dokumente vor den Blicken Unbefugter. Werden persönliche Daten über das Internet übertragen, so muss auch die Vertraulichkeit der Daten sichergestellt werden (Datenschutz). Niemand möchte wohl, dass sein Nachbar oder Chef alle mit Behörden ausgetauschten Daten mitlesen kann. Im E-Government übernimmt die Verschlüsselung die Rolle des Umschlags, während der Übertragung sind die Inhalte für Dritte unverständlich. Nur jener Empfänger, der über den richtigen digitalen Schlüssel verfügt, kann die Daten wieder lesen. Aufgrund der Signatur kann der Empfänger zudem sicher sein, dass die Daten während der Übermittlung nicht verändert wurden.

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